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Verkehrsrecht in Thailand

In den frühen Abendstunden des 2.3.2007 machten wir uns von Petchabun auf, um im ca.50 km weiter gelegenen Lom Sak die Eltern meiner Frau Jintana zu besuchen.
Etwa auf halber Strecke, wir hatten die Ortschaft Nang Ngua gerade hinter uns gelassen, machte ich vor uns auf der linken Kriechspur, ein recht gemächlich vorankommendes Moped aus, und setzte den Blinker meiner neuen Honda Wave, um dieses Fahrzeug auf der sonst freien Straße, zu überholen.
Kurz bevor ich diesen Vorgang jedoch abschließen konnte, steuerte die Fahrerin des 5-6m links vor uns befindlichen Fahrzeuges ohne den Blinker zu setzen (für den es ohnehin viel zu spät gewesen wäre), plötzlich selbstbewusst nach rechts, um dort in eine Seitenstraße abzubiegen.
Ein Ausweichen war von meiner Position aus unmöglich, so konnte ich gerade noch die Bremse ziehen ( & treten natürlich auch) und versuchen seitlich versetzt den unvermeidlichen Aufprall etwas abzuschwächen.
So krachte es dann auch postwendend, und wir verließen unsere sicher geglaubte Sitzposition, um sie mit dem Asphalt des Straßenbelages zu vertauschen.

Ich hatte ohnehin vor ein wenig abzunehmen und mich von einem Teil meines Fettgewebes zu trennen.
Wie sich alsbald herausstellte, ist diese Methode zwar etwas ruppig, aber zweifellos effektiv.
So konnte ich, wie in einer Zeitraffersimulation förmlich dabei zusehen, wie sich die Haut meines Unterarmes, sowie das darunter befindliche Gewebe, als hingebungsvoller Abrieb dem Straßenbelag als Nahrung andiente. Wenn man die Straße küsst, muss man dazu nicht zwingend vorher den Helm abnehmen und die Lippen spitzen. Die symbiotische Nähe ist allgegenwärtig und findet auch ohne einen solchen Aufwand reichhaltig statt.

Als die Welt rings um mich her wieder zu mir kam, erhaschte ich zuerst einen kurzen Blick
auf unseren Hund Willi, der aber, als ich nach ihm rief, paradoxerweise wie von Furien gehetzt das Weite suchte. Er hatte während unserer Fahrt, wie so oft, brav in seinem Körbchen vor mir gesessen, bis zu unserem Sturz.
Jetzt kam mir in einem Schub von unerwarteter Sentimentalität plötzlich auch meine Frau Jintana in den Sinn, und ich orientierte mich halbkreisförmig, mit einer gespenstischen inneren Ruhe ausgestattet, um unheilsschwanger die nähere Umgebung nach ihr abzutasten. Wenige Meter hinter mir vernahm ich dann auch ihr Stöhnen.
Jin lag mit zerrissener Jeansjacke halb auf dem Grünstreifen und die Tränen standen ihr im schmerzverzerrten, aber immer noch durchaus ansehnlichen Gesicht. “Djepp phuat khaa, djepp phuat khaa (Schmerzen im Bein)!“stammelte sie fortlaufend, geschockt und völlig benommen.
Die ersten, obligatorischen und blutrünstig anmutenden Schaulustigen stellten sich ein.

Ich rappelte mich hoch, um nach meiner Süßen zu sehen, und wirklich ich stand, wenn auch blutend und zittrig, aber noch völlig schmerzfrei, auf meinen zerschlissenen Beinen.
Äußerlich war bei Jin, bis auf eine kleine Schwellung, am linken, inneren Fußgelenk und ein paar unwesentliche, kleinere Hautabschürfungen keine Verletzung auszumachen. Aber zum Aufstehen war sie nicht zu bewegen, und sie jammerte steinerweichend in einer Tour.
Der Wagen von der Ambulanz war groteskerweise mit einer Schnelligkeit zur Stelle, als wenn er bereits auf uns gewartet hätte.

Ich gab einigen Leuten ein paar Anweisungen, den Hund betreffend, meine Jintana hatte man schon routiniert in das Innere des Krankenwagens verfrachtet, und ich humpelte jetzt dazu.

Eine mörderische, wohlweislich kaum durch unseren Zustand, zu rechtfertigende Fahrt
begann. Mit großem Lallü - lallaa flogen wir mehr, als wir fuhren zum Long Pajaban Richtung Petchabun, währenddessen unser Sanitäter provisorisch aber ebenso gekonnt wie zweckdienlich, unsere blutenden Wunden versorgte.
Der Fahrer preschte drauflos, als ging es darum die ihm fehlenden Punkte für die WM der Freitod-Akrobatik gut zumachen.
Außer meiner Jin, die auf eine Tragbahre fixiert war, konnten ich und der uns beigestellte junge Mann, nirgends einen Halt finden. So schossen wir dann auch bei der ersten heftigen Vollbremsung wie Torpedos durchs Wageninnere und ich landete, zielgenau
auf dem lädierten Fußgelenk meiner Liebsten, deren Augen, nebst ihren Schmerzenslauten, ich noch nie zuvor eine solch bitter-böse Anklageschrift gegen mich habe verlesen sehen.

Minuten später waren wir am Ziel, und ich empfand eine gewisse Dankbarkeit dafür, dem Tod noch mal von der Fliehkraft geregelten Schippe springen zu dürfen.
Meine Süße wurde alsbald in die Röntgenabteilung geschoben, die von ihrer Joggingpartnerin
geleitet wurde, ich folgte ihr hinkend nach. Seltsamerweise nahm von meinen Wunden keiner auch nur die geringste Notiz, obwohl ich wie Frankensteins Neffe aussah.
Das Pflegepersonal glaubte wahrscheinlich, ich hätte mich an ihren Blutkonserven vergangen, oder im Ketchup gesuhlt.
Den Röntgenbildern war deutlich zu entnehmen, dass das Waden-, wie auch das Schienbein im Fußgelenkbereich gebrochen waren und plattiert werden mussten. Es stand also eine OP mit anschließendem Krankenhausaufenthalt bevor.

Die OP verlief, wie nicht anders zu erwarten, glatter als der Bruch selbst, denn die Ärzte in TH machen fürwahr einen guten Schnitt. Sie haben durch die Häufigkeit von Unfällen erhebliche Routine und sehen ihr Einkommen somit bestens gesichert.

Wir machten also für 800 Bath täglich ein Einzelzimmer fest, dass hier durchaus mit einem im Mittelklassehotel zu vergleichen ist.
Abgesehen davon, dass die ganze Zeit über meine eigenen Wunden unversorgt blieben, lief alles wie am Schnürchen und wurde von Jintanas nächst jüngerer Schwester, die selbst Leiterin der Ambulanz der städtischen Klinik in Lom Sak ist, gesteuert.

Mittlerweile hatte sich auch der Rest der Familie, mit einem dazugehörigen Anwalt eingefunden, der mit mir zusammen am nächsten Morgen, nebst einem befreundeten, höheren Polizeioffizier, zur zuständigen Polizeidienststelle fahren wollte, um dort alles Protokollarische zu tätigen.
Er versicherte mir, dass ich nichts zu befürchten hätte, da er mit Hilfe seiner Reputation schon alles zum Guten richten würde.
Nach einer ersten, gemeinsamen Kliniknacht, in der wir wegen meiner Selbstbehandlung und Jins Schmerzen kaum Schlaf gefunden hatten, erschien der Gute nun auch, wie verabredet pünktlich um 9.00 Uhr.
Wir fuhren los und lasen zwischendurch noch den befreundeten Polizisten auf, der sich als sehr freundlich erwies. Somit wähnte ich mich jetzt auf das Prächtigste präpariert, und konnte selbstbewusst zur Klärung des Unfallherganges schreiten.
Dieser schien ohnehin zweifelsfrei klar, wie der Urin einer erkälteten Sextanerblase, und ich war mir zudem auch keinerlei Schuld bewusst.

Wie aber der weitere Verlauf zeigen sollte, gilt es hier in Thailand einem gewissen Selbstverständnis zu huldigen, welches beinhaltet, dass es tunlichst zu vermeiden ist, dem Bürger des Landes der Freien, einem Ausländer gegenüber mit Schuld oder etwa gar Schulden zu beladen.
So wurde der Schaden am Fahrzeug des Unfallgegners, ebenfalls eine kleinere Honda, fixiert und ich anschließend gefragt, ob ich mit dessen Begleichung einverstanden wäre ?

Nun fiel es mir wie Schuppen in Größe von Lagerhallen von den Augen, was hier gespielt werden sollte, und mein Horizont verfinsterte sich postwendend, so als wollte es gleich glühende Kacke regnen.
Ich erwiderte also, dass ich keineswegs verstünde warum ich einen Schaden, wenngleich auch in geringer Höhe, begleichen sollte, den ich nachweislich gar nicht verursacht hatte, und erhielt von dem Beamten, unter Zustimmung des Familienanwaltes zur Antwort, dass ich als Falang, das Thai-Recht (Grod Mai Thai) eben nicht verstehen würde.
Nun wusste ich meinerseits zu vermelden, dass diese Form von Schadensregulierung wohl eher darauf rückschließen lässt, dass es ein Solches überhaupt nicht gäbe, worauf man sich äußerst empört zeigte, und der Tanai (Anwalt) mir ans aufgewühlte, hochfrequente Herzchen legte, solchem Frevel zu entsagen und besser zu schweigen. Er bemühte dann sein Tolasapp Mütüü (Handy), mit dem er die Familie meiner Frau zur Unterstützung rief, und wohl auch um meine Läuterung herbeizuführen.
Wahrscheinlich habe ich die Welt ohnehin nie richtig verstanden, nun aber erschien mir ein solches Bestreben auch noch höchst sinnlos, und obendrein war ich, wie es schien, mit dem nackten Hintern in ein geheiligtes Tabu gesprungen, für das man mich jetzt allseits schmähte.

20 Min. später fanden sich zwei der Schwestern meiner Liebsten ein, sprachen mit ihrem Cousin (dem Anwalt) und wandten sich dann mit der Bitte an mich, ich möge mich doch kompatibeler gestalten, es wäre alles bestens geregelt, und es liefe doch alles in meinem Sinne.
Ich gab an, dass es genau das nicht täte, und mein Verstand sähe sich in seiner Winzigkeit einfach außer Stande zu begreifen, für einen Verkehrsunfall aufkommen zu müssen, den ich nicht verschuldet hätte. Zudem könne der Sachverhalt ja wohl unmöglich schon hinreichend geklärt sein, da bisher nicht einmal meine Frau dazu zeugenvernehmlich gehört worden war.
Nun hieß es plötzlich auch noch, die Unfallgegnerin habe doch aber angeben, den Blinker gesetzt zu haben, bevor sie uns über den Haufen fuhr. „Na, unter diesen Umständen trifft mich natürlich die volle Schuld, ich gestehe!“, kam nun dazu sarkastisch von mir zurück, wobei ich zynisch auflachte. Letzteres wurde jedoch von allen Umstehenden geschickt ignoriert, und meine Aussage mit größtem Eifer abgenickt.
Wenn ich nicht bezahle, würden es die Familienangehörigen für mich tun. Die Reparatur des Mopeds würde ohnehin die 1000 Bath-Grenze nicht überschreiten. Außerdem würde aus dem bereits aufgesetzten Protokoll hervorgehen, dass keinen von uns eine besondere Schuld trifft.

„Und wer bezahlt jetzt die Krankenhausrechnung meiner Jin?“, erdreistete ich mich zu fragen.
Was man damit beantwortete, dass es darum ja gar nicht gehen würde, weil das völlig irrelevant sei.

Na, wunderbar! Alles klar, alles bestens ! Das würde, nach souveräner Landessitte, letztendlich an mir als Falang hängen bleiben, da die dem Motorrad zugehörigen Standard- bzw. Pflichtversicherungen nur 15000 Bath für eine Behandlung umfassen würde.
Da aber auch, der mir beigestellte Rechtsbeistand das so für die beste Lösung hielt, unterschrieb ich, wenn auch unter Protest, das mir vorgelegte Schriftstück, während mir wutschnaubend der heiße Dampf aus den Nasenlöchern kochte, um somit auch meinen eigenen fahrbaren Untersatz ausgehändigt zu bekommen.

Die Reparaturkosten des gegnerischen Unfallfahrzeugs, inklusiv des unsrigen, kosteten schlaffe 380 Bath.
Was mich jetzt aber der ganze fragwürdige Spaß, des an mir praktizierten Exempels im Weiteren noch kosten wird, steht bis zur Stund noch aus und wird später von mir nachgereicht.

Wir alle scheuen zwar das Messer,
doch Scherereien sind nicht besser.

So kann man sich, auch ohne besondere Phantasiebegabung unschwer ausmalen, was mir das an Letzterem, ohne die von mir beschriebenen Beziehungen und meiner Sprachkenntnis eingebracht hätte.

Hier aber vorab noch eine kleine Randbemerkung:

Ich kenne den Verkehr hier wie meine zugenähte Westentasche. So fahre ich seit 11 J. in TH ebenso gewalt- wie unfallfrei, und das, wie ich bisher glaubte nur, weil ich mich dafür mit ein paar Antennen, vergleichbar etwa mit dem 7.(Blöd-)Sinn ausgestattet sah.

So oft wie hier gehupt wird, hätte diese lebensmüde Schlafwandlerin das mit Sicherheit auch nicht gerallt, wenn ich es getan hätte, und wohl eher den Blähungen des in Straßennähe angesiedelten Nutzviehs zugeordnet.
Und wer hupt auch schon bei jedem mickrigen Überholvorgang ?
Die besagte Kriechspur wird auch von Fußgängern (vor allem vierfüßigen), Geisterfahrern, wie auch zum „Ficknik“ genutzt. Darum werde ich auch ab sofort den "Kriechdienst" verweigern.

Wenn der Hund nicht geschi.... hätte, wäre das zweifellos sein selbst gefangener Hase gewesen, den er da verdaute.

Trotzdem hat ein Jeder natürlich recht, der behauptet, dass man hier mit allem rechnen muss, dieses aber nicht immer kann. Da soll es schon Leute gegeben haben, die brav, mit aller Vorsicht an einer auf rot geschalteten Ampel gewartet haben, und dann fällt denen plötzlich ein Flugzeug auf den Kopp.
Und es sollen sogar schon Menschen beim Schlittschuhlaufen auf einer Bananenschale ausgerutscht sein.

Fortsetzung (Der Hausmann) auf der nächsten Seite






Meine Frau Jintana mit ihren unglaublichen 52 Lenzen



reißende Bestie "Willi"

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Der Hausmann (Fortsetzung von Verkehrsrecht in TH)

Micky Mouse hält mich voll auf Trab, um spätestens 6.00Uhr werde ich geweckt, weil sie um diese Zeit schon mindestens eine Stunde auf meinen Einsatz wartet. Dann der Hausputz, die Wäsche waschen und kochen, natürlich immer was anderes, als ich mal eben auf die Schnelle zubereiten kann, und bloß kein Ei darf darin sein, und keine Butter.Weil sie ja das Bein gebrochen hat, welches man ihr im Hospital plattierte, und sie wie fast alle Thai, in dem Irrglauben verharrt, dass das den Heilungsprozess negativ beeinflusst. Volle 2 Monate geht das jetzt so. .
Sie ist stets süß und lieb, aber auch nervig, weil ungemein kritisch.Außerdem war sie noch nie zuvor wirklich krank.

Aber, wenn schon falsch, dann richtig.Somit werde ich ihr selten gerecht, und was das Thema Sauberkeit angeht, ist sie nahezu zwanghaft, was ich bisher, als nicht so schlimm empfand, solange sie selbst putzte. Aber jetzt muss ich jedes Stück Obst, oder jede Kartoffel dreimal abwaschen, bevor es von ihr gegessen werden kann.Dazu soll ich möglichst 4 mal am Tag "abnaamen"(duschen), was sie selbst ja schließlich auch tut, weil sie so schwitzt, wenn sie mir beim Arbeiten zuschaut. Der Boden im Bad ist dann natürlich piak (nass) und lüün(glitschig), sodass ich den so 8 -10 am Tag trocken wischen muss, weil sie sich sonst mit ihren Krücken nicht aus Klo traut. Ganz schön Lambaak (anstrengend), sag ich Euch, und wenn ich dann mal in Ruhe posten will, muss ich dauernd, mit halbem Auge die Thai-Seifenopern mitverfolgen:"Tilak, duu noi!"(Du, Schatz guck mal, wie der guckt!") , oder sie ist total schnäbbelig, weil ich ihr, ihres niedrigen Blutdrucks wegen, morgens eine Tasse Kaffee verordnet habe, auf die sie, wegen ihrer eisernen Abstinents, so heftig reagiert wie ein Neugeborenes.

Aber sie ist eben auch immer noch so grausam schön, niedlich und ungemein nett dabei.Und gerade schon deshalb, könnte ich manchmal mit dem Kopp vor die Wand rennen, um nicht durchzudrehen.So ist es ein wahres Kunststück, sich dabei überhaupt noch aufs Schreiben konzentrieren zu können. Jetzt z.B. tut ihr das Bein und der Rücken wieder weh ("Tilak dschep puat khaa, dschep puat lang.Tilak, dschep-dschep, dsching-dsching!"), und ich soll sie massieren.

Vorhin beim Kochen, (dazu zwischendurch noch die Wäsche aufhängen, Abfall raus bringen und das Geschirr abspülen) sollte ich ihr unbedingt ihren Blutdruck messen, und die Nachbarschaft kommt obendrein noch dazwischen, und braucht dringlich guten Rat, wegen der Pickel ihres eitrig-pubertierenden Stammhalters, oder der unerträglichen Flatulenzen ihrer darmträgen Jai (Oma). Dazu rufen meine Eltern aus D an, um mich daran zu erinnern, dass meine Schwester schon wieder Geburtstag hat (offenbar hat sie das dauernd, wie mir scheint), während ich die riesige Fläche des Wohnzimmerbodens (75qm) wische. Ich sprinte also ans Telefon. Alles ist glitschig, und ich lege mich voll Karacho, der Länge nach auf meine Schokoladenseite (auf den Arsch, für die Jenigen, die es differenzierter haben wollen), wobei ich den dämlichen Putzeimer auch noch umreiße. Mit tränenden Augen, und schmerzverzerrtem Grinsen, vermelde ich meinem geliebten Quälgeist, der sich ängstlich-besorgt, nach meinem Wohlbefinden erkundigt: "Nein, mai pen lai, mai dscheb puat, ich war nur etwas müde, und habe mich mal kurz ein wenig hingelegt!" Schließlich ist sie ja die Kranke von uns beiden, und daran wird auch nicht gerüttelt.

Bloß jetzt keinen Gedanken daran verlieren, mich in der siffigen Miege zu entspannen, 10 Liter Dreckwasser wollen jetzt obendrein noch aufgewischt und entsorgt sein, also sage ich meinen Eltern, dass ich sie baldigst zurückrufen werde, vielleicht schon in wenigen Wochen, falls ich die Zeit dazu finde.

Die Inanspruchnahme einer 25-jährigen Mää Ban (Haushälterin), wurde von meiner Süßen natürlich auch vehement abgelehnt. Nicht etwa, aus Kostengründen, sondern wegen eines gewissen Liebreizes der Betreffenden. Eifersucht spielte dabei natürlich keine Rolle, sonder lediglich mangelndes Wai Tschai (Vertrauen), in das Sorgfältigkeitsbestreben der jungen Frau.

"Wir schaffen das schon alleine !", hieß es dazu großzügig von von meiner Liebsten, die sich dadurch obendrein auch noch, über meine persönlichen Bedürfnisse hinaus, als Stadtmeisterin im "Positiven Denken" auszuweisen wusste.

Mensch, waren das noch herrliche Zeiten, als Micky Mouse sich noch um den Haushalt kümmern konnte, und ich wenigstens nur heucheln musste, dass ich ihr dabei zu helfen gedachte.

So getz aber genug abgejammert, ich muss wieder frisch ans Werk. Ihre Haare begehren Strähnchen, und der Hund hat schon wieder auf die Terrasse gepisst.Gebadet soll der Köter auch noch werden, und unsere ebenso kleine, wie selbstbewusste Katze bedroht mich, weil sie Kohldampf hat. Also Jungs, bis dänne, die lausige Pflicht, nebst meiner über alles geliebten Micky Mouse ruft. Es ist mir also ein Vergnügen,"Ächtz!!!"



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Habemus Papam, oder nur Mega- Plemplem ? (zur Papstwahl)

Offensichtlich war die Zeit noch nicht reif für einen Negerpapst, aber schwarz darf der heilige Vater schon sein. Das stinkt Vielen denn auch kräftig zum Himmel und es stellt sich die Frage:

Ist Blut im heiligen Stuhl ? Wurde bei der Konklave zu fett gegessen, oder hatte nur der Messwein zu viele Öchsle? Wie dem auch immer sei, die klerikale Suchmaschine ist fündig geworden und am deutschen Kardinal Ratzinger kam offenbar keiner vorbei. Der mit überwältigender Mehrheit zum neuen Pontifex Maximus Gewählte, gilt in Anbetracht einer völlig vergreisten Kurie als einer der Letzten die noch katholisch denken können, und das, sogar noch richtig mit dem Kopf. So gilt Ratzinger als ein toller Deal, für die Beantwortung von Sachfragen, bei denen ein klarer Menschenverstand und weltliche Bodenhaftung übertrieben fehl am Platze wären. Was haben die eigentlich vor zu keltern, wenn es eines solchen demütigen Arbeiters am Weinberg Gottes braucht, Essig etwa ?

Als klerikaler Küchenchef und inquisitorischer Abschmäcker jener furztrockenen Worthülsenfrucht, die von je her als Initialzünder für ewig gestrige Geistesflatulenzia zeichnet, half der bayerische Spaßkiller kräftig dabei mit, einen frischen Wind in die Kirche zu lassen. Dieser Jahrtausend alte Mief, den die Gläubigen seit Bestehen des klerikalen Kultes wegschnüffeln müssen, sobald man in Rom eine Kutte lüftet, hat leider immer noch Verbindlichkeit. Siehe z.B. bei Fragen ,wie Priester im “Masturbat”, Zölibat für Homosexuelle, Frauen als Kuttenhengste, sowie bei der präservativen Geburtenkontrolle und der Zuwiderverheiratung ,um nicht mit einer endlosen Auflistung zu langweilen.
Mit seiner starren Federung und der sperrigen Schaltung, ist das Nachfolgemodell des polnischen 2-Takters Wojtyla, schon jetzt ein verstaubter Ladenhüter. Völlig untermotorisiert, in mausgrauer Einheitslackierung, radikal überdimensionierter Bremsanlage, dafür aber mit enormer Spurtreue ausgestattet, verbrämt er all die Jenigen die sich vom zukünftigen Santa Mobile, mehr als einen ruppigen Rückwärtsgang und knallharten Interruptus versprochen haben.
Diese werden sich nun zwangsläufig deutlich von rechts abgewatscht fühlen, und bestimmt noch des Öfteren insbesondere ihre Linke hinhalten müssen..
Nichts desto trotzend, ist Ratzinger ein Verfechter der Innovation katholischer Traditionen, denn
in Zeiten des Globalisierungs-Tsunamis, hat alles Rückwärtsgerichtetes schon fast revolutionären Charakter. "Papa Ratzi" ist aber auch ganz “ Mensch” geblieben, was schon durch seinen aufrechten Gang hinreichend belegt zu sein scheint. Zudem genießt er nicht nur in der kirchlichen Administration Sympathien, denn auch seine Mutter soll ihm während seiner ersten Lebensmonate sehr zugetan gewesen sein. Seine sanftmütigen, eisgrauen Augen strahlen eine Herzensgüte aus, gegen die ein Stilett wie ein Wattestäbchen anmutet.
So hat die Kurie in aller Bescheidenheit (besonders im Hinblick auf ihre geistigen Fähigkeiten) eine weise, volksnahe Entscheidung getroffen, die allein davon überschattet ist, dass sie Gottes Segen zu entbehren scheint. Aber wozu braucht es auch einen Solchen, wenn man wie jetzt die Opus Dei, den Papst in seiner Tasche weiß. Trotz und wegen, stellt sich für manch eine Lästerzunge die Frage, ob geistliche auch zwangsläufig geistige Qualifikation beinhalte muss ? Wie viel Altersstarrsinn und polymorphe Hirnakrobatik muss man wohl mitbringen, um ein hohes Kirchenamt zu bekleiden. Nicht zu Letzt soll der Motor für praktizierende Seelsorge und Nächstenliebe ja mitunter eine gewisse leidenschaftliche Hinwendung zum Kinde gewesen sein. Jetzt aber mal Schluss mit lustig, wieso eigentlich immer alles in den Dreck ziehen? Ist jetzt nicht vielmehr positives Denken gefordert ? Immerhin haben die germanischen Herrenmenschen nach 500 Jahren trübsinniger Entbehrung, endlich wieder einen Deutschen auf dem Dach der Welt sitzen. Eine kleine Wiedergutmachung ,nach dem das vor 60 Jahren so kräftig in die Hose gegangen ist. ”Hosianna Freunde !” Wenn das nicht Balsam ist, für den seit Generationen geschundenen Nationalstolz. Das lässt uns sogar großzügig darüber hinwegsehen, dass sich durch diese Wahl, die stiefkindliche Basiskirche der 3.Welt nun wiederholt zu Grabe getragen sieht. Das trifft sich gut, da es ja auch eine “Kirche von Unten” geben soll.

Heiland, Highländer, am aller heilländigsten !

Wie lange soll sich solch verkorkster Hirnriss eigentlich noch durch die katholische Welt ziehen, bevor man sich darauf besinnt, dass man nicht mit spanischen Stiefeln in die Fußstapfen eines Jesus Christus treten kann. Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, für was dieser einstand. Einen blassen Schimmer davon haben sicher noch die Basis-Christen.
Die vom weltlichen abgehobene Kurie jedoch findet einfach nicht die Zeit dazu, um sich mit den frühreifen Wurzelirritationen eines 2000-jährigen Freischärlers auseinander zu setzen. Dem katholischen Personenkult war der Postbote schon immer wichtiger als die Nachricht, die dieser überbringen wollte. So sah man sich denn auch stets mit Wichtigerem konfrontiert, wie z.B. :

Wie viel Engel finden wohl auf einer Nadelspitze Platz ? Oder man wusste Gallilaeus nach 6-wöchigen Beratungen, auf einem eigens dafür ins Leben gerufenen Konzil, vor gar nicht allzu langer Zeit zu rehabilitieren. Dieser hatte doch 500 Jahre zuvor behauptet, dass die Erde lange nicht so schwer auf Scheibe ist, wie das von den Kirchenfürsten vertreten wurde. Noch eine ungemein wesentliche Frage stand zur Beantwortung: Darf man als Katholik das Abendmahl mit einem Anhänger des lutheranischen Glaubens teilen ? Auch hierzu wurde uns weiser Ratschluss zu teil. Ein Solches kann man natürlich mit nichten. Nicht auszudenken welchen fatalen, ketzerischen Frevel wir auf uns laden würden, wären wir dem etwa auf einem ökumenischen Gottesdienst anheim gefallen. Wir sähen uns allesamt durch lästerliche Segnungen stigmatisiert und der ewigen Verdammnis preisgegeben. Eine infernalische Vorstellung. Gott stehe uns bei und möge verhindern, dass sich unser Pfarrer auf solche Weise grobfahrlässig versegnet. Sollen die Opfer die der 30-jaehrige Krieg gefordert hat, etwa für die Katz gewesen sein?

Durch die Ernennung unseres neuen Oberhirten hat sich das jüngste Gericht noch einmal bis auf Weiteres vertagt, und wir können als gute Christen die Sin(n)flut unserer globalistischen Geldgier und Machtgeilheit weiterhin aus Jauchekübeln über die Bedürftigkeit der Wehrlosen schütten, ohne das böser Fluch uns belastet. Hierzu sei auch hervorzuheben welche aufrechte und politisch- neutrale Position, die Kirchen im Hinblick auf das 3.Reich und den Holocaust einnehmen konnte. Da wollte nicht nur der gottesfürchtige Landser, nein auch die fromme Kanone gesegnet sein.
Wenn wir kurz vor unserem Tode nur aufrichtig bereuen, werden wir trotz aller, zu Lebzeiten begangener Schweinereien schnurstracks, am Teufel vorbei in den Himmel fahren. Echt oberhirtentittenspitzengeil ist das. Der neue, deutsche Heilige Vater ist mit seiner eingefrorenen Geisteshaltung megacool drauf und wir brauchen unser eigenes Gewissen nicht länger zu strapazieren. Gott sei Dank.

Liebe Brüder im Herrn,

ist ein Christ ohne Papst, nicht irgendwie wie ein Fisch ohne Fahrrad ?


So lasset uns denn beten:

Kruzifixe zu Zapfhähnen, Hostien zu Maische .

Wir destillieren den klerikalen Kult

und bauen aus den Trümmern der alten Kirche

eine neue Brauerei.

PROST

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Die einsame Erbse

Mir scheint mein Wohlergehen, hinsichtlich des Freiheitsdrangs von Magen-und Darmwinden, hier als gesichert.
Blähungen aller Art, scheint man in meiner neuen Heimat Thailand wesentlich "gelassener" zu begegnen, als zuhause in deutscher Hochkultur.

So werde ich die hochrote Scham nie vergessen, die mein Gesicht kolorierte, als mein "vor dem" noch bester Kumpel, (der mit einem höchst volkstümlichen Naturell ausgestattet war, denn er fraß mit einem Klappspaten , sobald es was umsonst gab), sich bei einem Nobel-Italiener den Restbeständen mehrerer Pizzas und Nudelgerichten widmete, denen sich unsere Gastgeber, vorzeitig eines Völlegefühls wegen, verweigert hatten.

Nach dessen Einverleibung, ließ besagter Kumpel mit den Worten :"Boooh, aih! Getz bin ich abber satttt!", diesen Stoßseufzer, überlagert, wie durchkreuzt von einem Bäuerchen fahren, mit dem er auf ewig, jedes Löwenrudel aus der Serengeti hätte verjagen können.

Die zahlreich dinierenden Gäste, ließen daraufhin entsetzt ihr Gezähe fallen, und es wurde plötzlich mucksmäuschenstill im
Lokal.

Dann, nach der längsten Sekunde der Zeitgeschichte,- vereinzeltes, zaghaftes Kichern und törichtes Gibbeln aus dem Hintergrund, welches aber postwendend wieder verebbte, als auf dem Nachbartisch eine einsame Erbse ausrollte, die in eine putzige, kleine Schleimspur eingebettet, auf dem edlen Tuch dort verendete.

Den hier sitzenden Feinschmeckern entgleisten die Züge auf sämtlichen Bahnhöfen, und ihre zuvor vornehmen Gesichter, machten grimmig-verkniffenen Fratzen, wie auch einer bösartig, angewiderten Mordlust platz.

Infolgedessen hielten wir es geistesgegenwärtig für ratsam, uns gestelzt-souverän zu empfehlen und schleunigst das Weite zu suchen, noch bevor man uns mit Schimpf und Schande, wie mit gezielten Fußtritten bei diesem Ansinnen zuvorkommend unterstützen konnte.

Dieses unerquickliche Erlebnis hat mich sehr nachhaltig geprägt, und ich habe nie wieder unvermummt ein Restaurant aufgesucht.


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Keine Macht den Drögen

Als knapp über 20 Jähriger arbeitete ich in einem Bautrupp für fernmeldetechnische Inneneinrichtungen, in dem es ziemlich locker, um nicht zu sagen zügellos zuging, weil unsere verbeamteten Bauführer zum Teil gestandene Alt-Kiffer waren.

So holte mich mein Chef zu dieser Zeit immer zu Beginn der Frühstückspause von zuhause ab, nachdem er mich zuvor als anwesend im Geschäftszimmer gemeldet hatte.

Da ich immer guten Pott zum Rauchen am Mann und auf meiner Bude hatte, bestand dann auch unser obligatorisches Frühstück, aus ein paar belegten Brötchen, rabenschwarzer Tinte, die fast nach Kaffee schmeckte und mehreren Bombern, die ich sentimental meinen "Bärentöter" und in der kleineren Ausführung eines Destillierkolben zärtlich "Henrystutzen" nannte.

Dabei spielten wir immer 1 bis 2 Stunden Jazzkonzerte auf meinem gerade erst neu erstandenen Betamax-Recorder ab, wobei der Bildschirm meines ebenso neuen Farbfernsehers kaum noch durch die dröhnenden Rauchschwaden auszumachen war.

So gegen 12 Uhr raunzte mich Kurt, mein Boss dann an: "So Junge, getz komm abber ma endlich inne Buxe, sonst saufen die uns in Kray noch die letzte Pulle Bier weg !" (aus den täglichen Gemeinschaftskästen)

Also stieg ich in die Wäsche und wir anschließend in den Dienstwagen, um uns die anstehenden Wegezeiten auf dem ständig gestauten Ruhrschnellweg mit dem Erfinden von subtilen Doppelnamen, (wie z.B."Hamsterbeck- Flötenstiel", "Bärenstark-Seidenweich", "Lattenschuss-Hahnebüch", oder auch "Kupferklo-Lampenzwang", um nur einige unserer hirnrissigen Kreationen zu nennen) zu vertreiben und uns darüber abzurollen.

In der Vermittlungsstelle Kray angekommen, soffen wir dann unser Flaschbier in hohen Dosen, und ich erledigte meinen Arbeitsauftrag und die dazu erforderliche Tagesleistung, wegen einer gewissen Geschicklichkeit meinerseits in etwa 50 Min.

Da Cheffe, als Bestandteil eines ungewohnt realitätsbezogenen Geistesblitzes, in den berauschten Sinn kam, dass er noch in die Personalstelle des Hauptamtes müsse, um für die Kinderlandverschickung seiner Tochter einen erforderlichen Beihilfeantrag zu stellen, bat er mich dazu, weil zum Förster eben auch sein Hund gehörte. Außerdem konnte er dann, wenn er mich anschließend nach hause brächte, noch den einen oder anderen bei mir smödeln.

Wir hockten uns in die Dienstbüchse, zündeten eine solide Tüte an und machten uns also vom Acker.

Irgendeine dämliche Ampel auf der Krayerstraße hatte es auf uns abgesehen und sprang, etwas distanzlos (ca.250 Meterchen plötzlich) vor uns völlig unmotiviert auf Rot.

Keine Panik, genug Zeit noch für eine routinierte, besonnene Bremsung.

Diese blieb aber wider erwarten aus.Der gute Cheffe ließ den Wagen einfach ausrollen und wir prallten somit, noch bevor ich meine vom Dope beeinflusste Geistesgegenwart in dieses schaurige Spiel bringen konnte, um die Handbremse zu betätigen, auf den vor uns haltenden PKW und lädierten dessen hinteres Stoßgestänge.

Die nicht einmal unattraktive Halterin des Fahrzeugs sprang erbost und überreizt aus ihrem Wagen, um den völlig entspannt im Hier und Jetzt hinter seinem Lenkrad sitzenden Boss empört anzuschrillen:

"Ja, haben sie mich denn nicht gesehen ?"

"Gar sicher doch", kam es von dem nun zurück: "sonst hätte ich sie ja wohl nicht getroffen!" Worauf wir beide noch, mit unserem abgedrehten kindischen, allgegenwärtigen debilen Gibbeln, die jüngsten Geschehnisse von der Absurdität eines Drogen-Comics überblenden ließen.

Nach dem Eintreffen, der Kollegen von der Schmiere, beruhigte sich die gute Frau und selbst wir wieder, und wir besannen uns gemeinsam auf die Polizeiarbeit, der wir uns souverän behilflich zeigten.

Wir erklärten den Beamten, dass Cheffe vom Bremspedal abgerutscht wäre, sodass in den Schuhen der Dienstkleidung, der eigentliche ursächliche Übeltäter zu suchen sei, wie ich es zu formulieren wusste, was die netten Herren von der Pillemannzei ebenso verständnisvoll und wie dankbar abzunicken wussten.

Nach kurzer Schadensaufnahme und einer geldbußlichen Verwarnung der strapaziösen Dame, da diese unseren Freund und Helfer eines Bagatellschadens wegen gerufen hatte, und wir obendrein schließlich seriöse Staatsdiener waren, ging unsere benebelte Fahrt dann weiter zum Fernmeldeamt, ohne das an unseren schwarz-rot-goldenen Bierfahnen Anstoß genommen wurde.

Während Cheffe nun wieder höchst sortiert darauf zusteuerte, konnte ich mir die Frage danach, was denn eigentlich an der Ampel gehindert hatte auf die Bremse zu latschen, nicht verkneifen.

"Ach jau, datt war nur, weil ich ganz einfach zu stoned war, um den Quanten hoch zu kriegen !" (Gibbel-Gibbel)

Da auch mir solche Zustände geläufig waren, dachte ich mir nix weiter dabei, und konnte diesen Aussetzer "vollstens" akzeptieren.

Im Hauptamt angekommen, ging Kurt also zu besagter Personalstelle und ich erst mal gründlich pissen.

Nachdem ich mir den sorgfältigst Ayatollah ausgewrungen hatte, begab ich mich zu der Tür des Büros, welches für die Verwaltung unserer Angelegenheiten zeichnete.

Von drinnen hörte ich es grummeln, flöten und das typische postnatale Rummgeiern von Cheffe, der nun die Tür öffnend verlauten ließ:

"Ach macht ja nix, iss ja schließlich keiner verletzt (Gibbel-gibbel)!"

Wie sich nämlich alsbald herausstellte, hatte der Gute völlig vergessen, was er dort überhaupt besorgen wollte und stand nun konfus-stammelnd und kichernd, vor den verdutzten aber gütigen Sachbearbeiterinnen.

Also, in der Tat: "Viel Rauch um immer mehr weniger Nichts !" (Gibbel-Gibbel)

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