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Für einen Genickschuss lang

Aufrecht geh ich vor die Hunde,
aus Gold der Topf, doch nichts ist drin.
Am Abend schnell, die Viertelstunde,
in der ich noch verwundbar bin.

Mit den Wölfen hab’ ich geheult,
bin mit Champagner zu Taumel und Tran.
Hab’ mir den Horizont verbeult,
mit Kontostand und Größenwahn.

Saufen, reden, denken, fühlen,
ganz ohne Zusammenhang.
Will die Welt hinunterspülen,
für einen Genickschuss lang.

Wie die Jahre uns verderben,
zwischen Sofa und Verstand
dürfen Ideale sterben,
wie Schlachtvieh fürs Schlaraffenland.

Nur der neue Weiswandreifen,
runderneuert mein Profil.
Sonntags ganz in Nadelstreifen,
gute Mine, -böses Spiel.

Saufen, reden, denken fühlen,
ganz ohne Zusammenhang.
Will die Welt hinunterspülen, für einen Genickschuss lang.


20.10.08 04:54, kommentieren



Der Steinwurf

Jetzt, wo du mich verlassen hast,
wohnst du nur einen Steinwurf weit
von mir entfernt.
Hoffentlich treffe ich dich bald.

1 Kommentar 20.10.08 04:55, kommentieren

Liebesleid

Ach, all mein Glück es ist zerronnen,
ich traf es an in fernem Land.
Wir liebten uns ganz unbesonnen,
im Sonnenschein am Meeresstrand.

Besudelt nun die Liebeswonnen,
in wunder Muschel knirscht der Sand.
Die finstre Nacht hat nun begonnen,
ich hab' am Arsch 'nen Sonnenbrand.




20.10.08 05:00, kommentieren

Freudsche Fehlleistung

Es und ich,
wir wohnen schon lange in mir.
Über Ich wohnst du.





"Jintana" die Frau, die mein Herz näher angeht

21.10.08 14:57, kommentieren